Biblische Sicht
Alle Informationen von fairlangen.org sind dafür gedacht, uns Erlanger, die wir uns für soziale Gerechtigkeit in Deutschland und im Ausland interessieren, dazu anzuregen, einen nachhaltigen und gerechten Lebensstil zu entwickeln.
Jedoch sind diejenigen unter uns, die die Bibel ernst nehmen, mit fairlangen.org besonders herausgefordert. Als Christen sind wir aufgefordert diese Website mit einer besonderen Brille zu lesen. Denn die Bibel sagt ganz klar, dass diejenigen, die mehr haben, den Armen helfen sollen. Wir sind von Gott aufgefordert, den Armen zu helfen, für Gerechtigkeit in der Welt einzutreten und die Schöpfung zu schützen.
Als Christ wollen wir dich herausfordern, ernsthaft darüber nachzudenken, welche Auswirkungen folgende Bibelstellen auf deinen Lebensstil haben:
Wer sind die Armen?
Das folgende Zitat aus dem Matthäusevangelium macht deutlich, dass es Jesus selbst ist, dem du in einem armen Menschen begegnest:
"Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. (...) Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt. 25,35f).
Aus Jesu Sicht sind die Armen diejenigen, die so wenig zu essen oder zu trinken haben, dass sie hungern, oder diejenigen, die keine Unterkunft haben, die im Gefängnis sind oder politische Unterdrückung und Gewalt erleiden müssen. Es geht um Menschen, die existientielle Probleme haben.
Was sollen wir machen?
„Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.“
Micha 6,8
Diese Bibelstelle besagt deutlich, dass wir uns für Recht/Gerechtigkeit einsetzen sollen. Gerechtigkeit ist die „Wahrung oder Wiederherstellung ausgeglichener, wohltuend geordneter, lebensfreundlicher Verhältnisse: im menschlichen Zusammenleben wie in der Gottesbeziehung.“ (Quelle: F2-Denke fair. Lebe fair. Micha-Initiative) Wir sind dazu herausgefordert, den Armen diese lebensfreundlichen Verhältnisse zu ermöglichen.
"Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung"
Lukas 4,18
Als Jesus zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auftritt, will er den Armen die "frohe Botschaft" bringen. Jesus präsentiert hier sein Programm, seine Schwerpunkte. Erste Zielgruppe sind für Jesus die Armen (die „Unterdrückten, Gedemütigten, und Elenden“). Hin und wieder wird dies auch mit die „Sanftmütigen“ übersetzt, aber das steht hier sicher nicht im Vordergrund – Lukas gebraucht nämlich das altgriechische Wort ptochoi, was die „Bettelarmen“ bedeutet, diejenigen, die gar nichts haben.
Bei diesem Programm wird sofort klar: Die "frohe Botschaft" Jesu bezieht sich nicht etwa nur auf das Seelenleben: Jesus will sehr wohl Befreiung im materiell-weltlichen Sinne bringen. Es ist eine umfassende "Botschaft" für die Armen, Gefangenen und Zerbrochenen.
Was geht mich das an?
Dieser Link fasst für dich noch einmal umfassend zusammen, wieso man als Christ die Situation der Welt nicht ignorieren kann:
Was geht mich das als ChristIn an?

Per Email: vorschlaege@fairlangen.org
Oder mit dem folgenden Formular